Grüne nominieren Andrea Lindlohr für Landtagswahl

Bei der Nominierungsversammlung von Bündnis 90/ Die Grünen im Wahlkreis Esslingen nominierten die Mitglieder die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Andrea Lindlohr als Kandidatin der Landtagswahl im nächsten Jahr.

Foto von links nach rechts: Oliver Werner, Andrea Lindlohr MdL, Sprecherin Stephanie Reinhold und Vorstandsmitglied Uwe Janssen. Foto: Birgit Sienz

Zusammenhalt in Zeiten von Corona

20.03.2020

Liebe Esslingerinnen und liebe Esslinger,

weltweit und auch bei uns in Baden-Württemberg steigen die Corona-Infektionen stark an. Wir müssen diese Entwicklung unbedingt verlangsamen und durchbrechen. Das ist entscheidend dafür, dass nicht so viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken, da sie nicht gleichzeitig gut in unseren Krankenhäusern versorgt werden könnten. Darum müssen wir nun für eine begrenzte Zeit anders leben als sonst. Entscheidend ist, dass wir alle unsere sozialen Kontakte deutlich einschränken und alle, die es können, zuhause bleiben und auch draußen nicht in größeren Gruppen unterwegs sind. Das ist eine sehr große Herausforderung. Unser aller Dank gilt ganz besonders denjenigen, die nun weiter machen, um unsere Versorgung aufrecht zu erhalten. Damit setzen sie sich und ihre Angehörige einem erhöhten Ansteckungsrisiko aus. Das sind die Kranken- und Altenpflegerinnen und -Pfleger und Ärztinnen und Ärzte, aber auch die Kassiererinnen und Kassierer im Supermarkt, die Leute von der Stadtreinigung und viele mehr. Die wirtschaftliche Lage trübt sich nun ein. Vielen Unternehmen brechen die Einnahmen weg. Beschäftigte bangen um ihre Lohnfortzahlung. Bund und Länder zusammen wollen nun schnell helfen. Besonders nötig sehe ich dies für die kleinen Selbständigen, die von heute auf morgen ihre persönliche Miete oder die Pacht ihres Ladens nicht mehr zahlen können. Für sie brauchen wir schnell einen unbürokratischen Hilfsfonds. Bitte helfen Sie alle mit, damit wir möglichst gut durch diese Krise kommen. Sie wird vorübergehen. Wir haben ein sehr gutes Gesundheitssystem und starke, handlungsfähige Institutionen. Das neuartige Corona-Virus ist für die meisten Menschen nicht gefährlich. Aber für einige eben schon. Sie brauchen unsere Solidarität. Wir können zeigen, dass wir als Gesellschaft zusammenhalten.

Alles Gute Ihnen allen und auf bald,
Ihre Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr

Kreismitgliederversammlung

Liebe Kreis-Grüne,

schweren Herzens hat der Kreisvorstand entschieden, die kommende Kreismitgliederversammlung am 19.03.2020 aufgrund des Corona-Virus abzusagen. Gemäß der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts wollen wir einen Beitrag leisten, um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen und potenziell gefährdete Menschen zu schützen. Damit folgen wir auch der Empfehlung des Grünen Bundesvorstandes. Wir hoffen auf euer Verständnis für diese Entscheidung und werden die KMV so bald wie möglich neu terminieren.
Über eine mögliche Absage der Nominierungsversammlung zur Landtagswahl im Wahlkreis Kirchheim/Teck am 26.03.2020 werden wir rechtzeitig vorher entscheiden. Sollte es auch dazu eine terminliche Verschiebung geben, wird dies natürlich ebenfalls schnellstmöglich kommuniziert.

Euer Kreisvorstand

Haecker-Preis ist nicht verhandelbar

26.02.2020
 
Die Esslinger Grünen reagieren mit Unverständnis auf die jüngsten Diskussionen zur Verleihung des Esslinger Haecker-Preises. Bei der CDU, den Freien Wählern und der FDP ist in der vergangenen Woche bei der Generaldebatte zum Haushalt der Ruf lauter geworden, den internationalen Menschenrechts-Preis abzuschaffen.
Wir leben in sehr unruhigen und schwierigen Zeiten, in denen man Menschen nicht hoch genug wertschätzen kann, wenn sie sich für andere Menschen,den Schutz der Umwelt, für Freiheit und ein friedliches Miteinander einsetzen. Deshalb ist es absurd und für uns absolut unverständlich, dass der Haecker-Preis nun zur Diskussion stehen oder im Haushalt gegen andere Vorhaben ausgespielt werden soll“, betont die Chefin der Grünen im Gemeinderat Carmen Tittel. Der Kampf für Menschenrechte sei nicht verhandelbar.
Auch den SPD-Vorstoß einer Umwidmung in einen nationalen Preis lehnen die Grünen ab: „Wir haben sicher nichts gegen eine Erweiterung des Haecker-Preises, wollen aber nicht, dass er allein auf nationale Preisträger eingeschränkt wird“, so Tittel.Anstatt zu lamentieren, der Preis habe zu wenig Strahlkraft, solle man sich lieber überlegen, wie man die Bekanntheit der Auszeichnung stärken und erhöhen könne. „Einmal ganz davon abgesehen, dass wir nicht verstehen, wie man die Strahlkraft des Preises messen will, ist es doch wichtig, dass wir in Esslingen zeigen, dass uns diese globalen Probleme beschäftigen und wir bei uns auch dafür eine Verantwortung tragen und handeln. Anscheinend sind diese Gedanken einigen Kollegen im Gemeinderat eher fremd“, bekräftigt Tittel.Die Auszeichnung schütze auch Menschen, die sich oft unter Einsatz ihres Lebens in ihrer Heimat für Menschenrechte einsetzten. „Solche mutigen Menschen verdienen unseren Respekt. Diesen Preis abzuschaffen, wäre in der heutigen Zeit das falscheste Signal, das man überhaupt setzen kann“, so Tittel abschließend.In diesem Jahr bekommt Rugiatu Neneh Turay aus Sierra Leone den Preis für ihren Kampf gegen die in ihrer Heimat weiterhin legale weibliche Genitalverstümmelung.