Grüne begrüßen Verlängerung des Bus 109

Pressemitteilung - November 2019
Im Zeitraum zwischen März 2020 und Juni 2021 wird der Geiselbachkanal in der Mittleren Beutau neu gebaut. Dafür muss dieser Abschnitt während der gesamten Bauzeit für den Verkehr gesperrt werden.

„Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass der Obertürkheimer Bezirksbeirat Nachbarschaftshilfe leistet und einstimmig für die vorübergehende Verlängerung der Buslinie 109 von Rüdern über die Tiroler Straße nach Obertürkheim gestimmt hat“, freut sich Gemeinderat Andreas Fritz, der für seine Fraktion im Mobilitätsausschuss sitzt.

Um die Mobilität vieler Berufspendlerinnen im Esslinger Norden während der Vollsperrung zu sichern, war diese Entscheidung sehr wichtig: „Mit einer Bus-Anbindung an die S-Bahn bekommen die Menschen in RSKN eine attraktive Alternative zum Auto und wir könnten damit lange Staus auf den Zubringerstraßen in die Stadt hinunter vermeiden und die Anwohner von Lärm und Luftschadstoffen entlasten“, betont Fritz.

In jedem Fall müssten die Anwohner in Uhlbach eine Zusteigemöglichkeit zum 109er Bus bekommen. Ein Poller soll gewährleisten, dass nur Busse, Gartenbesitzer und landwirtschaftlicher Verkehr die Straße zwischen Rüdern und Uhlbach nutzen können. „Wenn es dadurch zu Schleichverkehr in den Weinbergen kommen sollte, müssen wir schnell Kontrollen durchführen“, so Fritz abschließend.

Danke für Ihr Vertrauen und die tollen Ergebnisse bei den Europa- und Kommunalwahlen!

Grüne freuen sich über Wahl von Yalcin Bayraktar

Pressemitteilung - November 2019

Carmen Tittel: „Der neue Bürgermeister ist ein starkes Symbol für unsere Stadt“

Die Gemeinderatsfraktion und der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen in Esslingen freuen sich über die Wahl von Yalcin Bayraktar zum Bürgermeister. Für die nächsten acht Jahre wird er für die Bereiche Schule, Ordnung, Kultur, Sport und Soziales in der Stadt verantwortlich sein.

„Es ist gut für unsere Stadt, dass wir nun einen jungen Bürgermeister in Esslingen haben, der mit dem Blick von außen auch frischen Wind in unsere Stadt bringen wird“, betont die Fraktionsvorsitzende der Grünen Carmen Tittel.

Dass Yalcin Bayraktar beim Ersten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit gewählt wurde beweise, dass er viele Mitglieder des Gemeinderats mit seiner sympathischen Art, seinen ausgewiesenen Kompetenzen und seiner Verwaltungserfahrung überzeugen konnte.

„Ich bin mir sicher, dass Herr Bayraktar unserer Stadt gut stehen wird. Es ist längst an der Zeit und ein wichtiges Zeichen in unserer Stadt, dass jemand mit Migrationshintergrund in eine Führungsposition kommt. Das hat Symbolkraft und steht auch für die Vielfalt und Buntheit in unserer Stadt. In Zeiten der Polarisierung und des Rechtspopulismus empfinden dies viele Menschen als die richtige Botschaft“, sagt Tittel abschließend.

Für Rückfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mögliche PCB Belastung von Schulen: Grüne fordern absolute Transparenz

18. April 2019

„Eine Verharmlosung der möglichen Schadstoffbelastungen in öffentlichen Gebäuden – vor allem in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen – darf es nicht geben. Die Gesundheit von Kindern und deren Schutz ist unser höchstes Gut, da gibt es kein Vertun. Das Wohl und die Gesundheit der Kinder und der Lehrerinnen und Lehrer erfordert von allen Beteiligten ein unverzügliches Handeln“, fordert die Fraktionsvorsitzende der Grünen Gemeinderatsfraktion Carmen Tittel.

Die Informationspolitik in Sachen PCB-Belastung öffentlicher Gebäude sei bis zur letzten Gemeinderatssitzung am 8.4.2019 quasi nicht vorhanden gewesen. Weder sei die Öffentlichkeit noch der Gemeinderat über eine mögliche gesundheitsgefährdende Situation an der Zollbergrealschule informiert gewesen. Auch habe man erst in der letzten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Soziales von bereits beseitigten Belastungen in der Grundschule Sulzgries oder der Sanierung des Kindergartens Bussardweg aufgrund eines teerhaltigen Bodenbelagsklebers erfahren.

„Diese Art der Informationspolitik kritisieren wir nachdrücklich und stellen die Frage nach der Verantwortlichkeit in der Verwaltungsspitze und den Konsequenzen aus diesem eklatanten Versäumnis“, so Tittel weiter.

Die Grünen fordern die Stadtverwaltung auf, einen Handlungsplan für Schadstoffmessungen und gegebenenfalls für Sanierungsmaßnahmen der öffentlichen Gebäude zu erstellen, wobei Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen prioritär zu behandeln seien. „Wir brauchen belastbare Messergebnisse. Dann kann die Verwaltung einen Sanierungsplan erstellen und je nach Belastung bzw. Dringlichkeit nach und nach Sanierungsmaßnahmen durchführen“.

Grüne diskutieren über Radschnellverbindung

Eine Radschnellverbindung im Neckartal – und wie? Dieser Frage gingen am 21. März über 80 Besucher bei einer Informationsveranstaltung im Alten Rathaus zur Radschnellverbindung von Reichenbach über Plochingen nach Esslingen nach, zu der der Esslinger Ortsverband der Grünen eingeladen hatte. „Die geplante Radschnellverbindung ist ein Leuchtturmprojekt für den Radverkehr bei uns im Neckartal. Dabei gibt es Herausforderungen und Knackpunkte, über die wir informieren und diskutieren wollen“, begrüßte Ortsvorstand Andreas Fritz.

Die Esslinger Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr stellte fest, dass immer mehr Menschen Radfahren wollen, sei es zu ihrer Arbeit oder in ihrer Freizeit: „Dazu brauchen sie sichere und attraktive Radwege. Deshalb plant und finanziert das Land eine Radschnellverbindung von Reichenbach über Esslingen nach Stuttgart. Wir machen uns gemeinsam mit den Kommunen und den Landkreisen auf den Weg, um den Radverkehr bei uns nach vorne zu bringen.“

Gemeinsam mit dem Publikum wurden Abschnitte der Strecke anhand von Karten diskutiert. Die erste Herausforderung wird es in dem Bereich zwischen Pliensaubrücke und Einmündung des Rossneckarks geben: Hier plant die Stadt Esslingen den Neckaruferpark. Der Radverkehrsplaner und Chef der Machbarkeitsstudie Paul Fremer betonte: „Es hat hier genügend Platz für einen Radweg im oberen Bereich des Parks sowie für einen klar getrennten Fußweg unten am Neckar, sodass sich Fußgänger und Radler im Park nicht in die Quere kommen können.“

Im weiteren Verlauf teilt sich der Radschnellweg in zwei Routen: Eine Strecke führt weiter am Neckar entlang, die andere führt über die Kies- und Hindenburgstraße durch die Innenstadt. Diese Innenstadtroute wurde auf Wunsch der Stadt Esslingen in die Machbarkeitsstudie aufgenommen. „Die innerstädtische Verbindung kann den Radverkehr in der Stadt nach vorne bringen. Doch dafür müssen Kies- und Hindenburgstraße für Radfahrer viel sicherer werden“, betonte der grüne Kreis. und Gemeinderat Jürgen Menzel.

Ein weiterer großer Diskussionspunkt war die Streckenführung beim Naturschutzgebiet Alt-Neckar beim sogenannten Entennest in Zell/Altbach. Hier schlägt die Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung eine Brücke über den alten Neckararm vor. „Das ist ein ganz sensibler Bereich, bei dem alle Interessen in Einklang gebracht werden müssen. Es gibt hier hohe naturschutzrechtliche Auflagen“, stellte der Leiter des Straßenbauamts für die Landkreise Esslingen und Göppingen Thorsten König fest.

Das Regierungspräsidium Stuttgart prüft nun die Machbarkeitsstudie und geht in die Planung der verschiedenen Streckenabschnitte. Ein erster Teil der Route von Mettingen bis Esslingen könnte bald realisiert werden. Für die Fertigstellung der gesamten Radschnellverbindung von Reichenbach bis nach Stuttgart werden mindestens acht Jahre benötigt. Die Kostenschätzung für das gesamte Fahrrad-Pilotprojekt beläuft sich auf 60 Millionen Euro.