Haushalt für Klimaschutz und Zusammenhalt

„Der Klimawandel ist das Leitthema der nächsten Jahre und daran müssen wir unsere Politik ausrichten. Die Grundrichtung für eine nachhaltige Stadtpolitik stimmt zwar, aber damit Esslingen eine klimaneutrale Stadt wird, muss mehr in konkrete Maßnahmen investiert werden“, fordert Grünen-Fraktions-Chefin Carmen Tittel bei der Einbringung des Haushalts im Gemeinderat.

Deshalb beantragen die Grünen bei Neubauten auf städtischen Grundstücken verpflichtende Photovoltaik-Anlagen, in Neubaugebieten solle eine klimaneutrale Wärmeversorgung vorgeschrieben werden.

Man brauche dringend mehr bezahlbaren Wohnraum: „Wo es geht müssen wir bei der innerstädtischen Verdichtung einen Stock draufsetzen. Leerstände aus Gründen der Spekulation können wird nicht mehr akzeptieren.“

Für die Verkehrswende  brauche man den ökologischen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, deshalb müsse die Stadt die Weichen für eine vollständige Elektrifizierung des Busbetriebs stellen. „Beim Radverkehr müssen wir eine Schippe drauflegen und die Mittel für den Ausbau auf jährlich 30 Euro pro Einwohner erhöhen“, so Tittel. Für ein besseres Stadtklima fordern die Grünen mehr Bäume, Wasserflächen und Brunnen. Kies- und Schottergärten sollen verboten werden. Außerdem wird eine Baumschutzsatzung beantragt.

„Einem Kahlschlag im kulturellen oder sozialen Bereich, um zukünftige Haushalte zu sanieren, wird es mit uns nicht geben. Deshalb unterstützen wir einen höheren Zuschuss fürs Kommunale Kino und wollen die Angebote des Kulturrucksacks auf Mittel- und Oberstufe ausweiten. Kulturelle Vielfalt und die Möglichkeit der Teilhabe sind für den Zusammenhalt in unserer Stadt nicht verhandelbar“, betont die Grünen-Chefin abschließend.