Erweiterungsflächen neuer ZOB

5. Juli 2018

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

um den Stadtverkehr ökologischer zu gestalten hat der Gemeinderat beschlossen, 63 Prozent der Busverkehre elektrisch zu fahren. Ein Umstieg auf den Bus- und Bahnverkehr reduziert Lärm und Luftschadstoffe und entlastet unsere überlasteten Straßen vom Individualverkehr. Eine Änderung des Mobilitätsverhaltens unserer Bürgerinnen und Bürger erreichen wir aber nur mit einem attraktiven Angebot und guter Taktung des öffentlichen Nahverkehrs.

Die Grüne Gemeinderatsfraktion stellt daher die Anfrage, ob die Kapazitäten am neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) zukunftsorientiert sind?

Anfrage 

  1. Wie sieht die Leistungsfähigkeit des ZOB mit Blick auf einen zukünftig höheren Bedarf aus?
  2. Kann der ZOB in Zukunft einen Taktverkehr, eventuell auch bei attraktiven Taktverdichtungen, leisten?
  3. Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung um die Leistungsfähigkeit in der Zukunft zu erhöhen?
  4. Wird die Stadt für einen zukünftigen Erweiterungsbedarf des ZOB Flächen vorhalten?
  5. Welche Flächen stehen zur Verfügung um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen?

 Begründung

Die Beobachtungen am derzeitigen ZOB zeigen, dass die Kapazitäten schon jetzt nahezu ausgereizt und begrenzt sind. Manche Buslinien sind gezwungen, Schleifen um das Bahnhofsgebäude zu fahren um die Haltestelle zu erreichen, was für die Nutzer sehr unbefriedigend ist.

Noch stehen unbebaute Flächen im Umfeld des ZOB zur Verfügung. Mit einer Veräußerung und Bebauung gehen mögliche Erweiterungsflächen unwiederbringlich verloren. Deshalb muss das Flächenpotential und der Erweiterungsbedarf für einen wachsenden Stadtverkehr geprüft werden.

Die Reduzierung von Luft- und Lärmbelastung durch Individualverkehr sowie die Entlastung der Straßen und Brücken in unserer Stadt erzwingen ein verändertes Mobilitätsverhalten. Dazu muss ein kontinuierlich verbessertes Angebot im ÖPNV  beitragen. Nur mit langfristigen Planungen für ein ÖPNV-Angebot in der Zukunft erreichen wir das Ziel, den Modalsplit zu Gunsten des Nahverkehrs und damit in unserer Stadt zu Gunsten des Busverkehrs zu verändern.

 gez. 

 Carmen Tittel                                                                         Ursula Strauß