Grüne: Aufzug am Bahnhof muss immer gehen

Menschen im Rollstuhl dürfen von der Teilhabe nicht ausgeschlossen werden. Andreas Fritz, Ursula Hofmann, Andrea Lindlohr MdL und Wolfgang Latendorf setzten sich dafür ein (v.l.n.r).

Am 19. März riefen die Esslinger Grünen zu einer Demo „Wann wird der Esslinger Bahnhof barrierefrei“ auf den Bahnhofsvorplatz auf. „Nachdem der Aufzug eine halbe Ewigkeit kaputt war, sollte er vor einem Monat wieder gehen. Dann lief er letzte Woche, dann wieder nicht. So kann es hier nicht weitergehen“, begrüßte Ortsvorstand Andreas Fritz die 50 Teilnehmer mit und ohne Handicap. 

Die Esslinger Landtagsabgeordnete  Andrea Lindlohr, Ursula Hofmann vom Verein Rückenwind und der Kreisvorsitzende des Sozialverbands VdK Esslingen, Wolfgang Latendorf, unterstützen die Kundgebung mit kurzen Statements. 

„Wir sind hier, weil der Aufzug verlässlich funktionieren muss. Es kann nicht sein, dass für Menschen im Rollstuhl hier Endstation ist“, betont Fritz. Aber natürlich ginge es um viel mehr, nämlich darum, dass Menschen mit Handicap ein Recht darauf haben, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Fritz: „Mobilität ist dabei eine Grundvoraussetzung, um ein ‘normales Leben‘ führen zu können. Es ist die Pflicht der Bahn, genau hier an dieser Stelle dafür zu sorgen. Das ist sie allen Ihren Kunden, aber ganz besonders den Menschen im Rollstuhl, schuldig!“

Die Grünen hoffen, dass die Bahn aus ihren Fehlern lernen wird und beim Einbau des Aufzugs am Gleis 7 und 8 ein besseres Baustellenmanagement macht. „Hier halten alle S-Bahnen und viele Regionalzüge, das muss besser klappen“, so Fritz.

Gemeinsam müsse für die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen gekämpft werden, damit Menschen mit Handicap volle Teilhabe in allen Lebensbereichen haben. „Funktionierende Aufzüge am Esslinger Bahnhof sind dabei ein wichtiger Schritt“, so Fritz abschließend.