Grüne fordern Umsetzung des Lärmaktionsplans

23. Mai 2018

Lärm macht krank! Daher sind nach europäischem Recht Städte verpflichtet, einen Lärmaktionsplan aufzustellen, deren Bürger besonders unter Lärm leiden. Auch Esslingen hat über Jahre an einem Lärmaktionsplan gearbeitet und geeignete Maßnahmen vorgeschlagen, um die Belastungen seiner Bürgerinnen und Bürger zu reduzieren. Die Grüne Gemeinderatsfraktion fordert, den Planungen nun Taten folgen zu lassen.

„Die Verwaltung schiebt die Umsetzung der Maßnahmen zur Lärmreduzierung seit langem auf die lange Bank“, kritisiert Grünen-Stadtrat Helmut Müller-Werner. „Die Anwohner von verkehrsträchtigen Straßen werden dadurch unnötig gesundheitlich belastet.“ Mal seien es die Kosten der Maßnahmen gewesen, mal die noch ausstehenden Verpflichtungen aus einem zu erstellenden Luftreinhalteplan. Aktuell schiebe die Verwaltung Personalmangel vor.

Mit einem Antrag auf zeitnahe Umsetzung und einem genauen Terminplan zur Realisierung der im Lärmaktionsplan vorgesehenen Maßnahmen, wollen die Grünen Räte nun Bewegung in die Sache bringen. Der Lärmaktionsplan soll bis spätestens 2020 vollständig umgesetzt sein, unabhängig von den Erfordernissen anderer Planungen wie des Luftreinhalteplans oder Umleitungsplänen wegen Baustellen.

„Selbstverständlich werden die Maßnahmen zum Schutz der Anlieger von lärmbelasteten Gebieten und Straßen nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen“, ergänzt Ursula Strauß, die für die Grünen im Ausschuss für Technik und Umwelt sitzt, „aber das darf kein Hinderungsgrund sein.“ Die Gesundheit der lärmgeplagten Betroffenen müsse geschützt werden.